1. Esterházy- Schloss
  2. Blaufärber Museum
  3. Reformierten Sammlungen in Pápa
  4. Bad Pápa / Várkertfürdő

Bibliothek

Das Bibliothekmaterial existiert seit dem 16. Jahrhundert. In den früheren Zeitaltern erweiterte sie sich hauptsächlich aus Spenden: von den von ausländischen Studienreisen nach Hause kehrenden Theologen gerieten wertvolle Drücken in die Sammlung. Ende des 18. Jahrhunderts begann der bewusste Bibliothekbau, demzufolge zählt unser historischer Bibliothekteil heute beinahe 140 Tausend Bände. In unserem renovierten Forschungssaal empfangen wir die Wissenschaftsforscher und die Studenten der Theologischen Akademie. Gleichzeitig sind wir bemüht, mit der achtsamen Erweiterung des Bestandes und der Verwirklichung der technischen Voraussetzungen den heutigen Leseransprüchen zu entsprechen. Den Lesern stehen ein Lesesaal mit 40 Sitzplätzen und 25 Tausend Werke auf freien Regalen zur Verfügung. Die Mittelschulschüler und die Studenten erwarten wir mit öffentlichen Bibliothekdienstleistungen.
Von den Raritäten unserer Sammlung:
Das Wertvollste ist der aus dem 15. Jahrhundert stammende Kodex, der im schweizerischen Dialekt der deutschen Sprache, mit gotischer Schrift geschrieben wurde und Gebete und einen kirchlichen Kalender enthält. Er geriert in unsere Bibliothek als Geschenk des jüngeren Dénes Pázmándy.
Unser einzigartiger Druck ist das von Dávid Huszár im Jahre 1577 in Pápa gedruckte Buch, die erste ungarische Übersetzung des Heidelberger Katechismus.
Ebenfalls einzigartiger Stück unseres Bestandes ist die Arbeit von Péter Bornemissza mit dem Titel „Teuflische Gespenster“, die im Jahre 1578 erschien. Dieser Band ist deswegen einmalig, weil in dieser Form nur dieses einzige Exemplar bestehen blieb.
Gleichermaßen hochgeschätzt wird das sogenannte Ehrenbuch der im Jahre 1841 gegründeten Bildungsgesellschaft, das die Handschrift von zwei legendären Persönlichkeiten der ungarischen Literatur, von Sándor Petőfi und Mór Jókai bewahrt.
Auch unser Manuskriptarchiv enthält zahlreiche wertvolle und einzigartige Arbeiten, wie zum Beispiel das Duplikat des Gesetzbuches 1585 vom Kollegium aus dem 18. Jahrhundert.