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Sarg und Mumie aus Ägypten

Die Besonderheit unserer Sarg- und Mumiensammlung aus dem alten Ägypten ist auch mit Weltmaßstab eine als Kuriosum zählende Sehenswürdigkeit. Ein ähnlicher, mit individuellen Ikonografie verzierter Sarkophag ist nur im Museum des Vatikans, in den Sammlungen von Berlin bzw. von Kopenhagen zu sehen.
Der bemalte Sarg und die Mumie aus dem alten Ägypten, die von dem Großhändler Károly Markstein aus Kairo für seine ehemalige Schule  geschenkt wurden, sind fast der einzige Teil des Museums, der die Nöte des II. Weltkrieges und der folgenden schweren Jahren überstand. Der Sarg von Hori und die darin liegende Mumie „kam 1884 während den Ausgrabungen in Akhim ans Licht“ und kam im August 1884 durch das Österreichische-Ungarische Konsulat in Kairo in Pápa an. Hori, der den Sarg verfertigen ließ und Eigentümer des Sarges von Pápa war, war Priester von Isis und Horsise – also Horus ist der Sohn von Isis – in der Kirche von Akhim. Laut den Analysen der Darstellungen am Sarg könnte der Sarkophag in der Zeit des XX. Dynastie, also am Ende des Neuen Reiches (1186-1070 v. Chr.)  verfertigt werden. Dementsprechend lebte und diente Hori in Akhim in diesem etwa 100 Jahren umfassenden Zeitraum. Aber wie es die späteren Untersuchungen herausstellten liegt in dem Sarg nicht die Mumie von Hori. Die vergoldete Maske und die sorgfältig aufgelegte Bandage aus Leine versteckt die Leiche eines aus der Zeit der XXII-XXX. Dynastien (945-342 v.Chr.) stammenden mittelalterigen Mannes…